ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB)
MadeForYou Design & Technology GmbH, Seeresidenzen 132, 7111 Parndorf
B2B (für Optiker)
Fassung vom 01.01.2026
1. Allgemeine Bestimmungen, Geltungsbereich
1.1. Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachstehend „AGB“ genannt) gelten für alle Aufträge zur Inanspruchnahme von Leistungen zwischen der MadeForYou Design & Technology GmbH, Seeresidenzen 132, 7111 Parndorf, FN 627110x (in der Folge Auftragnehmer) und seinen unternehmerischen Auftraggebern (Optikern).
1.2. Diese AGB regeln den Vertragsabschluss und die Abwicklung von Werkleistungen (in der Folge gemeinsam auch kurz „Leistung“ genannt) zwischen dem Auftragnehmer und seinen Auftraggebern. Das aktuelle Angebot an Werkleistungen des Auftragnehmers ist auf der Website „www.yooy.design“ und in der App „yooy“ des Auftragnehmers einsehbar.
1.3. Der Auftraggeber erklärt, Unternehmer zu sein. Unternehmer im Sinne dieser AGB sind natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, mit denen Verträge geschlossen werden oder die Bestellungen erteilen und bei Vertragsabschluss oder Bestellung in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Soweit nachfolgend von Unternehmern die Rede ist, gilt dies auch für juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen.
1.4. Nebenabreden, Vorbehalte, Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Schriftform und der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung durch den Auftragnehmer. Die AGB gelten auch dann, wenn der Auftragnehmer in Kenntnis entgegenstehender oder abweichender Bedingungen des Auftraggebers den Auftrag vorbehaltlos ausführt. Abweichende Vereinbarungen gelten jeweils nur für einen bestimmten Vertrag und nicht für künftige Verträge, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich schriftlich vereinbart ist. Die Gültigkeit von AGB des Auftraggebers wird ausdrücklich ausgeschlossen.
1.5. Diese AGB gelten unabhängig von der Art des Vertragsabschlusses und daher auch bei einem Vertragsabschluss unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln. Die AGB gelten für die gesamte Geschäftsbeziehung zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber, selbst wenn diese im Einzelfall nicht ausdrücklich vereinbart worden sind. Maßgeblich ist die im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses jeweils gültige Fassung der AGB.
1.6. Der Auftragnehmer ist berechtigt, diese AGB jederzeit zu ändern. Die geänderte Fassung gilt ab ihrer Veröffentlichung auf der Website „www.yooy.design“ des Auftragnehmers für alle danach geschlossenen Verträge.
2. Nutzung der App „yooy“
2.1. Zur Nutzung der App ist eine Registrierung unter Angabe der Kontaktdaten (Ansprechperson, Firmenname, Firmenadresse, Firmenbuchnummer) erforderlich. Nach manueller Überprüfung erfolgt eine Freischaltung, im Normalfall innerhalb von 48 Stunden. Der Nutzer wird automatisch per E-Mail über die Freischaltung informiert.
2.2. Die App darf ausschließlich von gewerblichen Optikern genutzt werden. Die Zugangsdaten (Login und PIN) sind sicher aufzubewahren und vertraulich zu behandeln.
2.3. Die Nutzung der App ist kostenfrei. Für den ordnungsgemäßen Betrieb ist ein Apple iPad Pro (ab 7. Generation) erforderlich. Der Auftragnehmer behält sich vor, Funktionen und technische Anforderungen jederzeit zu ändern oder zu erweitern. Auf die regelmäßige Aktualisierung der App ist zu achten.
2.4. Mit der Registrierung erklärt sich der Nutzer ausdrücklich damit einverstanden, dass sein Firmenname, sein Standort (Stadt/PLZ) sowie ggf. sein Firmenlogo als Referenzkunde auf der Website des Auftragnehmers sowie innerhalb der App dargestellt werden dürfen. Dies dient ausschließlich repräsentativen Zwecken (z. B. „Partneroptiker“ oder „Nutzerübersicht“) und erfolgt ohne Bezug zu personenbezogenen Daten. Der Nutzer kann dieser Darstellung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per e-mail an info@yooy.design widersprechen.
2.5. Der Nutzer kann sein Konto jederzeit durch formlose Mitteilung löschen lassen.
2.6. Die MadeForYou Design & Technology GmbH ist berechtigt, bei Verstößen gegen diese AGB das Nutzerkonto zu sperren oder das Vertragsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist außerordentlich zu kündigen.
2.7. Bei Fragen, technischen Problemen oder Reklamationen steht der Kundenservice per e-mail unter info@yooy.design zur Verfügung.
3. Vertragsabschluss
3.1. Durch Absenden einer Bestellung (Auftragserteilung) über die App gibt der Auftraggeber ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Werkvertrages mit dem Auftragnehmer ab.
3.2. Dieser Vertrag ist als Werkvertrag zu qualifizieren, auch wenn der Auftragnehmer den Werkstoff liefert. Die Herstellung des Werkes nach den individuellen Anforderungen des Auftraggebers steht im Vordergrund.
3.3. Der Vertrag kommt durch die automatisierte Übermittlung einer Bestellbestätigung sowie einer Rechnung an den Auftraggeber per e-mail zustande.
3.4. Der Auftraggeber kann eine Bestellung innerhalb von 24 Stunden über die App oder per e-mail an info@yooy.design stornieren.
3.5. Mindestbestellmengen bestehen nicht. Pro Bestellvorgang dürfen maximal 10 Brillenfassungen bestellt werden.
3.6. Grundlage für den Vertragsabschluss ist die vom Auftraggeber jeweils abgegebene Bestellung. Jede Bestellung begründet ein eigenes Angebot auf Abschluss eines Vertrages.
3.7. Ein Anspruch auf Vertragsabschluss besteht nicht. Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, Aufträge ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
4. Berechtigte Leistungsempfänger
4.1. Die Inanspruchnahme von Leistungen steht allein dem Auftraggeber und bei ihm tätigen Arbeitnehmern zu, nicht jedoch einem Dritten.
4.2. Die Abtretung von Leistungsansprüchen gegen den Auftragnehmer bedarf dessen vorheriger schriftlichen Zustimmung.
5. Leistungsentgelte und Zahlungsmodalitäten
5.1. Mit der Auftragserteilung der gewählten Leistung erkennt der Auftraggeber an, dass die begehrte Leistung kostenpflichtig ist.
5.2. Die Werkleistungen werden zu den in der Bestellbestätigung genannten Festpreisen in Rechnung gestellt, soweit nicht eine andere Preisberechnung vereinbart ist. Die Umsatzsteuer wird gesondert mit dem jeweils geltenden Umsatzsteuersatz in der Rechnung ausgewiesen.
5.3. Sämtliche Preise verstehen sich netto, exklusive gesetzlicher Umsatzsteuer. Bei Vorlage einer gültigen UID-Nummer entfällt die Umsatzsteuer für Auftraggeber mit Sitz in der Europäischen Union (innergemeinschaftliche Lieferung).
5.4. Die Zahlung erfolgt auf Rechnung per Überweisung auf ein vom Auftragnehmer bekannt zu gebendes Konto und hat, sofern nichts anderes schriftlich vereinbart ist, binnen 14 Tagen ab Rechnungserhalt ohne Abzug zu erfolgen. Im Rahmen der Zahlung anfallende Gebühren sind vom Auftraggeber zu tragen. Skonto- oder sonstige Rabattregelungen bestehen nicht. Die Zahlung gilt erst mit vollständigen Einlagen auf dem Konto des Auftraggebers als geleistet. Für den Fall, dass der Auftraggeber mit seinen Zahlungen trotz schriftlicher Mahnung und einer Nachfristsetzung in Verzug gerät, ist der Auftragnehmer berechtigt, weitere Leistungen nur noch gegen Vorauskasse zu erbringen und / oder den Rücktritt vom Vertrag zu erklären.
5.5. Im Falle des Zahlungsverzuges ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in der Höhe von 9,2 % über dem aktuellen Basiszinssatz geltend zu machen. Der Anspruch auf Ersatz eines über die Verzugszinsen hinausgehenden Schadens bleibt unberührt. Der Auftraggeber hat für sämtliche mit der Eintreibung der Forderung verbundenen Aufwendungen (etwa Mahnspesen sowie die Kosten einer außergerichtlichen und / oder gerichtlichen rechtsfreundlichen Vertretung) aufzukommen bzw. diese Kosten dem Auftragnehmer zu ersetzen.
5.6. Tritt der Auftraggeber vom Vertrag zurück, hat der Auftraggeber sämtliche, dem Auftragnehmer bis zum Rücktritt entstandenen Aufwendungen zu ersetzen.
5.7. Der Auftraggeber ist nicht berechtigt, mit eigenen Forderungen gegen Forderungen des Auftragnehmers aufzurechnen oder fällige Zahlungen zurückzubehalten.
6. Ausführung von Aufträgen; Leistungserbringung und Lieferung
6.1. Die individuell gestalteten Brillenfassungen aus Acetat werden durch den Auftragnehmer hergestellt. Die Ausführung von Aufträgen erfolgt unter Beachtung des jeweils aktuellen Standes von Wissenschaft und Technik.
6.2. Der Auftragnehmer ist berechtigt, sich zur Ausführung von Aufträgen der Tätigkeit Dritter zu bedienen. Der Auftragnehmer bleibt aber gegenüber dem Auftraggeber stets unmittelbar selbst verpflichtet.
6.3. Die Lieferung erfolgt über einen Versanddienstleister nach Österreich und Deutschland.
6.4. Die Lieferzeit beträgt in der Regel 1 – 3 Wochen. Der Auftragnehmer wird den Auftraggeber unverzüglich per e-mail in Kenntnis setzen, wenn Umstände eintreten oder ihm erkennbar werden, aus denen sich ergibt, dass die vereinbarte Lieferzeit nicht eingehalten bzw. eine termingerechte Leistungserbringung nicht erfüllt werden kann. Für den Fall, dass keine Termine und Fristen vereinbart worden sind, hat der Auftragnehmer seine Leistungen in angemessener Zeit ab Auftragserteilung zu erbringen.
6.5. Alle Lieferfristen und -termine stehen unter dem Vorbehalt von Lieferfähigkeit und rechtzeitiger Selbstbelieferung.
6.6. Die Versandkosten trägt der Auftragnehmer.
6.7. Wird die Erbringung der geschuldeten Leistung aus Gründen, die der Auftraggeber nicht zu vertreten hat, für den Auftragnehmer oder für jedermann unmöglich, so wird der Auftraggeber von der Vergütungspflicht befreit.
7. Pflichten des Auftraggebers
7.2. Erfüllt der Auftraggeber die ihm obliegenden Verpflichtungen nicht bzw. nicht rechtzeitig und führt dies zu Verzögerungen und/oder Mehraufwand, verlängert sich der vereinbarte Zeitrahmen bzw. erhöht sich die vereinbarte Vergütung entsprechend.
7.3. Für die Ausstellung des Konformitätszertifikats gemäß MDR ist der Auftraggeber verpflichtet, bei jeder Bestellung den Namen des Endkunden oder eine anderweitig eindeutige Identifikation (z. B. Kundennummer) anzugeben.
7.4. Werden zusätzliche Inhalte (z. B. für Gravuren) übermittelt, stellt der Auftraggeber sicher, dass der jeweilige Kunde über die Weitergabe dieser Daten an den Auftragnehmer informiert ist.
7.5. Der Auftraggeber sichert zu, zur Verarbeitung und Übermittlung dieser personenbezogenen Daten berechtigt zu sein.
7.6. Der Auftraggeber erklärt, dass durch die in Auftrag gegebenen Leistungen und die in deren Folge durchgeführten Maßnahmen nicht in Rechte berechtigter Dritter eingegriffen wird. Der Auftraggeber sichert zu, dass er alleine berechtigt ist, über die für die Auftragserfüllung erforderlichen Rechte zu verfügen und über diese Rechte noch nicht anderweitig verfügt hat. Der Auftraggeber verpflichtet sich, den Auftragnehmer gegenüber allen Ansprüchen Dritter, die aus einer Verletzung von Rechten Dritter durch den Auftraggeber oder durch vom Auftraggeber zur Verfügung gestellte Unterlagen oder Materialien erwachsen, zur Gänze schad- und klaglos zu halten.
7.7. Diese Schad- und Klagloshaltung beinhaltet insbesondere die Kosten für eine vorprozessuale Rechtsvertretung, eine angemessene Rechtsverteidigung vor Gericht oder sonstigen Behörden, die Zahlungen zur Erfüllung eines kaufmännisch sinnvollen Vergleichs sowie jeden sonstigen aus einer solchen Anspruchserhebung resultierenden Nachteil.
7.8. Der Auftragnehmer ist berechtigt, von Auftraggebern erstellte Designs zu Präsentationszwecken im eigenen Showroom und auf der Website „www.yooy.design“ zu verwenden. Eine weitergehende werbliche Nutzung erfolgt nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Auftraggebers.
7.9. Der Auftraggeber räumt dem Auftragnehmer hiermit das nicht-exklusive, zeitlich und örtlich unbeschränkte, unentgeltliche Recht ein, die im Rahmen dieses Vertrages vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Inhalte, Materialien und Werke sowie die vom Auftragnehmer auf Basis der zur Verfügung gestellten Inhalte, Materialien und Werke hergestellten Werke (Brillenfassungen) zu nutzen. Dieses Nutzungsrecht umfasst insbesondere auch die Nutzung und Verwertung über elektronische Medien, Medien der Telekommunikation sowie auch derzeit noch nicht bekannte Medien.
7.10. Diese Rechtseinräumung bleibt auch nach Beendigung oder Auflösung dieses Vertrages, aus welchem Grunde auch immer, unberührt.
8. Gewährleistung
8.1. Bei allfälligen Gewährleistungsansprüchen des Auftraggebers ist der Auftragnehmer berechtigt, die Verbesserung oder den Austausch / die Neuerbringung der Leistung zu verweigern, wenn dies unmöglich ist oder für den Auftragnehmer verglichen mit einer Preisminderung oder Auflösung des Vertrages mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden wäre.
8.2. Öffentliche Äußerungen des Auftragnehmers oder dessen Gehilfen, insbesondere in der Werbung stellen keine verbindliche Vereinbarung über die Ausführung oder das Ergebnis der Leistung oder eine Garantie bezüglich der Leistung dar.
8.3. Der Auftraggeber hat die gelieferte / übergebenen Leistungen unverzüglich auf Mängel zu untersuchen und dem Auftragnehmer längstens binnen einer Woche ab Übernahme/Empfang der Leistung allfällige Mängel schriftlich anzuzeigen. Verletzt der Auftraggeber diese Mängelrügeobliegenheit, ist die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen, Schadenersatzansprüchen sowie Irrtumsanfechtung etc. ausgeschlossen. Den Auftraggeber trifft die Beweislast für sämtliche Anspruchsvoraussetzungen, insbesondere für den Mangel selbst, für den Zeitpunkt der Feststellung des Mangels und für die Rechtzeitigkeit der Mängelrüge. Die Gewährleistungsfrist beträgt sechs Monate ab Übernahme/Empfang der Leistung.
8.4. Allfällige Gewährleistungsansprüche des Auftraggebers sind innerhalb von drei Monaten gerichtlich geltend zu machen, soweit sie vom Auftragnehmer nicht ausdrücklich schriftlich anerkannt werden.
8.5. Jede Brillenfassung ist eine Sonder- bzw. Maßanfertigung und wird gemäß den vom Auftraggeber übermittelten Informationen hergestellt. Eine Rückgabe/Rücknahme des Werks (Brillenfassung) ist ausgeschlossen. Eine Rücknahme erfolgt nur im Ausnahmefall und bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Auftragnehmers.
9. Haftungsausschluss
9.1. Der Auftragnehmer übernimmt keine Haftung für zeitweise Nichtverfügbarkeit, technische Störungen oder Fehler der App „yooy“.
9.2. Für Datenverluste in der APP oder durch unsachgemäße Nutzung der App verursachte Fehler übernimmt der Auftragnehmer keine Haftung.
9.3. Im Rahmen des Bestellprozesses kann die App mithilfe der durchgeführten Vermessung des Endkunden (z. B. per Scan) automatisierte Empfehlungen zur optimalen Passform im Konfigurator vorschlagen. Diese Empfehlungen dienen ausschließlich der Unterstützung und stellen keine medizinische oder verbindliche Beratung dar. Die endgültige Entscheidung über Konfiguration, Design und Passform obliegt dem Auftraggeber (Optiker) in Absprache mit dem Endkunden. Eine Haftung des Auftragnehmers für daraus resultierende Passformabweichungen oder Komforteinschränkungen ist ausgeschlossen.
9.4. Die App enthält eine Funktion zur Erfassung bestimmter Gesichtsmaße (z. B. Gesichtsbreite, -höhe, Nasenbreite, Hautfarbe) zur ergonomischen Anpassung der Brillenfassung. Diese Daten werden ausschließlich lokal auf dem verwendeten Endgerät verarbeitet und nicht an Server übermittelt.
9.5. Der Auftragnehmer speichert oder verarbeitet diese Daten nicht zentral. Eine eventuelle Zuordnung dieser Maße zu einem Designnamen erfolgt ausschließlich durch den Nutzer der App bzw. den Auftraggeber. Es liegt in dessen Verantwortung, eine „anonyme und DSGVO-konforme Benennung des Designs“ zu wählen, die keine Rückschlüsse auf den Endkunden zulässt.
9.6. Der Auftragnehmer haftet nicht für Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen, die durch unsachgemäße Benennung, Weitergabe oder lokale Speicherung der Design-Dateien durch den Auftraggeber erfolgen.
10. Schadenersatz
10.1. Schadenersatzansprüche des Auftraggebers gegen Auftragnehmer sind ausgeschlossen, soweit der Schaden nicht durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln verursacht wurde. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur für allfällige Personenschäden.
10.2. Die Haftung für den Ersatz von Folgeschäden und Vermögensschäden, nicht erzielten Ersparnissen, Zinsverlusten, entgangenem Gewinn und von Schäden aus Ansprüchen Dritter gegen den Auftraggeber sind ausgeschlossen. Überdies ist die Haftung des Auftragnehmers pro Schadensfall mit der Höhe des Auftragswerts beschränkt.
10.3. Schadenersatzansprüche sind bei sonstigem Verfall innerhalb von sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger gerichtlich geltend zu machen.
10.4. Der Auftragnehmer haftet nicht für die Wiederbeschaffung von Daten und/oder Programmen, sofern sie deren Verlust nicht vorsätzlich, grob fahrlässig oder arglistig verursacht hat. In diesem Fall kommt eine Haftung nur in Betracht, wenn der Auftraggeber durch geeignete, dem jeweiligen Stand der Technik entsprechenden Maßnahmen sichergestellt hat, dass die ursprünglich gespeicherten Daten und/oder Programme mit vertretbarem Aufwand wiederhergestellt werden können.
11. Höhere Gewalt
11.1. Der Auftragnehmer ist im Falle höherer Gewalt berechtigt, ganz oder teilweise vom Vertrag zurückzutreten oder die Lieferung für die Dauer des Zustandes der höheren Gewalt auszusetzen, ohne dass der Auftraggeber berechtigt wäre, hieraus Ansprüche abzuleiten, insbesondere den Rücktritt vom Vertrag zu erklären oder Schadenersatzansprüche gegenüber dem Auftragsnehmer geltend zu machen.
11.2. Als höhere Gewalt gelten jedenfalls, aber nicht ausschließlich, Umstände wie etwa innere Unruhen, Krieg, Streik, Naturkatastrophen, Epidemien, Pandemien, Terrorismus, Witterungsbedingungen, Verkehrsbedingungen wie zB Straßensperren, Straßenarbeiten oder Staus, Brände, behördliche Maßnahmen oder ähnliche Ereignisse, deren Auswirkung auf die Vertragserfüllung von keiner Partei zu vertreten ist. Zu den Fällen höherer Gewalt zählen auch die aus diesen Fällen höherer Gewalt resultierenden Folgen, wie insbesondere Reisebeschränkungen, Reiseverbote, Ein- und Ausreiseverbote, Exportbeschränkungen, Ausgangsbeschränkungen, Betretungsverbote, Unternehmensschließungen, etc. die die Vertragserfüllung, die Erbringung von Werkleistungen, die Abnahme und Übergabe der aus dem Auftragsverhältnis entstandenen Ergebnisse verhindern oder erheblich erschweren.
12. Schlussbestimmungen und Sonstiges
12.1. Zahlungs- und Erfüllungsort für sämtliche Leistungen ist, sofern schriftlich nicht anders vereinbart, Seeresidenzen 132, 7111 Parndorf, Österreich.
12.2. Die Geschäftsbeziehung zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber unterliegt österreichischen Recht mit Ausnahme der Kollisionsnormen. Die Anwendbarkeit von UN-Kaufrecht wird ausgeschlossen.
12.3. Für sämtliche Streitigkeiten zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber ist das für 1010 Wien sachlich zuständige Gericht örtlich zuständig. Der Auftragnehmer behält sich jedoch vor, Klage gegen den Auftraggeber auch bei dessen allgemeinen Gerichtsstand einzubringen.
12.4. Für Informationen bezüglich der Erhebung personenbezogener Daten durch den Auftragnehmer wird auf dessen Datenschutzerklärung, abrufbar auf der Internetseite des Auftragnehmers, verwiesen.
12.5. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die in ihrem wirtschaftlichen Gehalt der unwirksamen Bestimmung möglichst nahekommt. Dasselbe gilt auch für allfällige Lücken in diesen AGB.